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cacert-de - Re: Policy zu Vornamen

Subject: Deutschsprachige CAcert Support Liste

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Re: Policy zu Vornamen


Chronological Thread 
  • From: Werner Dworak <werner AT wombaz.de>
  • To: cacert-de AT lists.cacert.org
  • Subject: Re: Policy zu Vornamen
  • Date: Thu, 14 May 2009 11:00:03 +0200
  • Openpgp: id=DF849576

Hallo Ted,

Bernhard Froehlich schrieb:

> Was ich nicht will (und auch nicht kann) ist, jeden Assurer zu einem
> Experten im deutschen und internationalen Namensrecht zu machen.

Klar, das geht nicht. Aber ein gewisses Grundwissen ist unabdingbar,
insbesondere entsprechend den neuen Policies. Dafür müssen die Assurer
bei persönlichen Treffen und mit online verfügbaren Seiten entsprechend
geschult werden.

> Was wir brauchen sind einige wenige einfache Regeln, an denen sich
> ein Assurer festhalten kann, und wenn er/sie sich daran hält sollte 
> derjenige auf der sicheren Seite sein wenn es zu einem Dispute kommt.
> 
Dieses Ziel ist meiner Meinung nach gar nicht so schwer zu erreichen.

Die Grundregel sollte sein, prüfe alle vorgelegten Ausweise und
sonstigen Unterlagen sorgfältig. Wenn Dir die Ausweise und deren
Sicherheitsmerkmale vertraut sind und Dir nichts Negatives auffällt,
vergebe Deine maximalen Punkte.

Wenn Du Ausweise antriffst, mit denen Du nicht vertraut bist oder wenn
Du Dir sonst bei etwas nicht sicher bist, lehne die weitere Überprüfung
ab und verweise den Antragsteller an einen Assurer mit mehr Erfahrung in
diesen Bereichen.

Wenn Dir etwas verdächtig vorkommt oder wenn Du einen Fehler gemacht
hast, den Du nicht selber berichtigen kannst bzw. der Antragsteller
einen Fehler gemacht hat, den er nicht mehr selber berichtigen kann,
reiche einen Disput ein.

> Was wir gerne von den Regeln hätten, es aber nicht bekommen werden
> weil die Ziele sich gegenseitig widersprechen ist:

Ich sehe keine Widersprüche, die sich nicht auflösen lassen.

Dabei stehe ich auf dem Standpunkt, wenn Du eine Forderung in
übertriebener Weise durchsetzen willst, verletzt Du zwangsläufig massiv
andere Forderungen. Solange Du aber vernünftige Maßstäbe anlegst, lassen
sich die meisten Forderungen gut unter einen Hut bringen.

> Idealerweise sollte keine Person mehrere CAcert-Konten aufmachen und
> Assured bekommen können

Im Vorfeld können wir das nicht völlig verhindern. Wohl aber können wir
einiges tun, um das zu erschweren.

Wenn jemand mehrere Konten eröffnet hat und sie mißbräuchlich benutzt
(also nicht nur probiert, ob es geht), dann fällt das recht bald
irgendwo auf und wir können Gegenmaßnahmen ergreifen.

> Es sollte der tägliche Gebrauch der Namen wiedergespiegelt werden

Ich sehe da bei lateinischen Unterlagen keine Probleme. Es sollte kein
Problem sein, im CAcert-Konto auf Spitznamen oder Kurznamen zu
verzichten. Bei E-Mail-Adressen, Anrede und Unterschrift einer Mail hast
Du ja alle Freiheiten.

Bei fremden Alphabeten denke ich, daß wir nicht nur "saubere"
Transliterationen zulassen sollten sondern auch übliche Transkriptionen.
Siehst Du da wirklich Gefahren, wenn wir das ein wenig aufweichen?

Aber ich denke, das Problem stellt sich in der Praxis normalerweise gar
nicht. Dirk sagte mir, daß alle fremden Ausweise, die er auf der CeBIT
in die Finger bekam, neben Angaben in fremden Alphabeten auch alle
wesentlichen Angaben in lateinischer Schrift vermerkt hatten. Und was
auf einem amtlichen Ausweis steht, kann so genommen werden, auch wenn es
nicht den strengen Transliterationsregeln entspricht.

> Jemand sollte sich nicht als jemand anderes ausgeben können

Wo siehst Du derzeit Schwachstellen?

> Der (oder die) Namen muss sich anhand von amtlichen 
> Lichtbildausweisen nachweisen lassen.

Bei lateinischer Schrift sehe ich da keine Probleme. Gängige
Namensvarianten sind üblicherweise auf den Ausweisen zu erkennen. Und da
laut Dirk auch alle exotischen Ausweise, die er sah, zusätzlich
lateinische Schrift tragen, dürfte es dabei selten bis nie wirklich
Probleme geben.

Auch Leute wie Carl von Einem machen aus meiner Sicht keine wirklichen
Probleme. Nirgends ist der absolut volle Name gefordert. Was auf einem
der amtlichen ausweise steht, sollte auch für CAcert gut genug sein.

> Was wir definitiv nicht leisten werden können (und eigentlich auch
> nicht wollen) ist, sicherzustellen dass der bei CAcert eingetragene
> Name jederzeit der offiziell korrekte Name der Person ist, der
> jeglicher Überprüfung standhält!

Hmmm. Wenn Du absolut vollständige Namen meinst, kann es schwierig
werden. Wenn Du aber mit dem zufrieden bist, was amtliche Ausweise
zeigen, sehe ich keine wirklichen Einschränkungen und Probleme. Oder
habe ich da etwas übersehen?

> Die Regeln werden nicht jeden Spezialfall abdecken können.

Natürlich nicht. Aber nachdem sich das Rechtssystem von CAcert an das
angesächsische Recht anlehnt, sehe ich (im Gegensatz zum Deutschen
Rechtssytem) keine Probleme mit löcherigen Regeln. Mit unserer
Arbitration können wir jederzeit durch Präzedenzfälle unsere Regeln
ergänzen, also neue oder geänderte Regeln schaffen.

Viele Grüße, Werner

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